Kindesglück & Lebenskunst

Unterstützung für Familien in schweren Lebenskrisen und Trauer im Kreis Pinneberg

Uetersener Nachrichten, Ausgabe vom 06.11.13 von Thomas Pöhlsen

Holm. „Den ersten Schritt haben wir geschafft“, freuen sich Dörthe Bräuner und Leena Molander, „nun folgt der zweite.“ Im August hatten sie einen Aufruf gestartet. Gesucht wurden Menschen, die sich im Rahmen eines Patenschaftsprogramms ehrenamtlich in Familien engagieren wollen, in denen ein Elternteil an Krebs erkrankt ist. Nun kann unter dem Namen „KEKK Cares“ das Angebot gestartet werden. 

Die Abkürzung steht für „Krebskranke Eltern kleiner Kinder“. Diese Selbsthilfegruppe war 2011 von den beiden Holmerinnen gegründet worden. Man trifft sich einmal im Monat im evangelisch-lutherischen Gemeindezentrum Steinberge. Nicht nur den Betroffenen und ihren Partnern, auch den Kindern wollten Leena Molander und Dörthe Bräuner helfen. Denn Eltern hätten viel zu tun, wenn ein Teil erkrankt ist, erklären die Initiatorinnen. Sie werden zudem mit neuen Sorgen und Ängsten konfrontiert.

„Die Kinder kommen dabei oft zu kurz“, wissen sie aus eigener Erfahrung. Ganz unterschiedlich sind die Motive der Paten. Einer sucht nach dem Eintritt ins Rentenalter eine Aufgabe. Eine andere hat im Berufsleben angepackt und organisiert. Diese Fähigkeiten möchte sie weiter nutzen.

Zwei Paten haben Ehepartner durch den Krebs verloren. Sie wollen Menschen unterstützen, die mit dem Tumor kämpfen. Erfahrung mit Patientinnen hat eine Lehrerin, die 20 Jahre Sportkurse für Erkrankte leitete. Ein Stück wollen sie sich mit der Arbeit auch der Endlichkeit des Lebens stellen, gleichzeitig einen möglichst angstfreien Umgang mit der Krankheit vermitteln. Ganz wichtig ist allen der Spaß am Umgang mit Kindern.

Wenn sich eine Familie bei KEKK Cares gemeldet hat, kommen Dörthe Bräuner und Leena Molander zu einem Erstgespräch. Sie wollen die Situation kennenlernen und Bedürfnisse ermitteln.

Sie suchen einen potenziellen Paten aus und es gibt ein Kennenlerngespräch. Anschließend wird entschieden, ob es passt. Der Pate kümmert sich dann um den Nachwuchs. Er spielt und beschäftigt sich mit ihm, wäre auch ein Ansprechpartner für die neuen Nöte der Lütten. „Wir haben so viele Paten gefunden, dass wir das Angebot kreisweit machen können“, streicht Kerstin Kreuzhage von der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen beim DRK-Kreisverband heraus. Die karitative Organisation hat die Trägerschaft für KEKK Cares übernommen.

Kontaktaufnahme Wer mit „KEKK Cares“ Kontakt aufnehmen möchte, kann die beiden Initiatorinnen unter den Telefonnummern 0151/22724906 (Leena Molander) und 0151/22726347 (Dörthe Bräuner) anrufen. Kerstin Kreuzhage vom DRK-Kreisverband (04101/ 5003490) kann ebenfalls kontaktiert werden. Per Mail sind sie unter kekk.cares@hotmail.de erreichbar.

Thomas Pöhlsen

veröffentlicht am 6. November 2014


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